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«Multifokale, formstabile Kontaktlinsen gibt es doch!»

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Autor: APPENZELLER KONTAKTLINSEN AG
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Ein Fall, der einen Mythos revidiert – und Sehpotenzial sichtbar macht.

Ein anpasstechnisch eher unspektakulärer Fall, der dafür sehr deutlich zeigt, was passiert, wenn Kontaktlinsen nicht als Ausnahme, sondern als selbstverständliche Option gedacht werden.

Von Nancy Horn, Zentrum für Optometrie Magdeburg

«Multifokale formstabile Kontaktlinsen gibt es nicht.» – Diesen Satz hörte eine heute 60 jährige Kundin vor fünf Jahren von ihrer damaligen Augenoptikerin. Durch die digitale Sichtbarkeit des Zentrums für Optometrie Magdeburg wurde sie schliesslich auf Nancy Horn und ihr Team aufmerksam – und auf eine Lösung, die ihr zuvor verwehrt geblieben war.

Die Ausgangslage

Über eine längere Zeit war die Kundin deutlich unterkorrigiert (mit neuer Brille). Obwohl sie spürte, dass das Sehen nicht passte, akzeptierte sie die Versorgung im Vertrauen auf die bisherige Aussage, dass alles so in Ordnung sei.

  • Alter: 60 Jahre, berufstätig
  • Refraktion: Myopie ca. –5,50 dpt
  • Sehanforderungen: hoch, stabiler Seh-Alltag notwendig
  • Kontaktlinsenerfahrung: jahrelang formstabil, sehr gut vertragen
  • Tränenfilm: unauffällig bis leicht reduziert
  • Erwartung: realistisch

«Gibt es doch.» – Die Anpassung

Im Rahmen eines ganzheitlichen Beratungsgesprächs kamen Kontaktlinsen selbstverständlich zur Sprache. Nancy Horn ordnete die Situation klar ein: Multifokale formstabile Kontaktlinsen sind keine Sonderlösung – vielleicht etwas herausfordernder in der Anpassung, dafür bieten sie dem Linsenträger ein hohes Potenzial an Lebensqualität. Für uns ist diese Art von Anpassung in unserem Institut eine Routineversorgung.

Umsetzung

  • Versorgung bds. i-Map AS Multi CD VP
  • Material: Optimum Comfort
  • Stärke: bds. -5.125 dpt Add. 2.5
  • nahezu perfekte Erstlinse
  • Lediglich eine kleine Feinjustierung links notwendig für zentralen Sitz
  • Visus: Ferne 1,0 | Nähe 1,0
  • keine relevante Eingewöhnungsphase – trotz mehrjähriger Tragepause

Spaltlampenfoto OS

Erstlinse

Endlinse

Die Kundin setzte die Linsen, nach fünf Jahren Kontaktlinsentrage-Pause im Institut wie selbstverständlich ein, fuhr nach Hause und trug sie direkt acht bis zehn Stunden am Stück.


Das Ergebnis: wieder eine glückliche Kontaktlinsenträgerin

Heute trägt die Kundin hauptsächlich ihre i-Map AS Multi. Ihre Gleitsichtbrille wird bewusst abends und am Wochenende getragen.

  • optimale tägliche Tragezeit: 8–9 Stunden
  • bewusstes Herausnehmen am Abend
  • Tränenersatzmittel bei Bedarf

«Ich weiss, dass ich die Linsen nicht mehr 14 Stunden trage wie mit 25; aber 8 oder 9 Stunden reichen mir völlig.» Damit hat die Kundin eine realistische Erwartung an ihre formstabilen Sehbegleiter.

Für Nancy Horn ist genau das der Massstab einer gelungenen Versorgung: «Eine Kontaktlinsenversorgung ist dann erfolgreich, wenn sie zuverlässig funktioniert und zum Leben des Trägers passt».


Fazit

Dieser Fall zeigt: Die grosse Wirkung für diese Kundin hatte keinen komplizierten Ausgangspunkt.
Eine kompetente Anpasserin, realistische Erwartungen der Kundin und ein Hersteller, der die passende Lösung fertigt, führten dazu, dass aus einem vermeintlichen «Geht nicht» eine funktionierende, gewinnbringende Lösung für die Linsenträgerin und das Anpass-Institut entstand.


Original-Feedback auf Instagram


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Die Nuggets – aus dem Gespräch mit Nancy Horn

Nancy Horn
ist Teil des Teams des Zentrums für Optometrie und Augenoptik, das nach den hohen Standards des RAL Gütezeichens für optometrische Leistungen arbeitet. Ihr fachlicher Schwerpunkt liegt auf der präzisen Brillenglasbestimmung, der individuellen Kontaktlinsenanpassung sowie der fundierten Gleitsichtberatung.

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1. Viele Kund:innen akzeptieren zu schlechte Sehqualität
«Die Menschen finden sich leider schnell mit Aussagen wie ‹Das geht nicht› ab – oft, ohne ihr tatsächliches Sehpotenzial zu kennen.»

2. Multifokale formstabile Kontaktlinsen sind anspruchsvoll – aber keine Sonderlösung
«Eine gut angepasste, multifokale, formstabile Kontaktlinse ist für mich die Hochdisziplin der Kontaktlinsenanpassung. Die Ausschöpfung des vollen Sehpotenzials ist oft multifokal nur mit formstabilen Linsen möglich.»

3. Erwartungsmanagement entscheidet über den Erfolg
«Ich halte die Erwartung im Anpassgespräch bewusst zunächst etwas niedriger. Wenn das Ergebnis dann besser ist als erwartet, haben wir mehr als 100 Punkte.» Wer nicht alles verspricht, schafft Raum für positive Überraschungen – und genau dort entsteht Vertrauen.

4. Tränenersatzmittel gehören heute selbstverständlich zur Versorgung
Ein leicht reduzierter Tränenfilm ist kein Ausschlusskriterium für Kontaktlinsen – auch nicht für multifokal.
Gezielt eingesetzte Tränenersatzmittel sind Teil einer zeitgemäßen Kontaktlinsenversorgung.

5. Digitale Sichtbarkeit bringt die richtigen Kund:innen
«Alles, was anderswo nicht weiterkommt, findet uns früher oder später über die sozialen Medien – weil wir sichtbar sind und unsere Leistung kommunizieren.»

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Dieser Fall zeigt exemplarisch, was individuelle Kontaktlinsenanpassung leisten kann.

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